Die Botschaft von dem neuen Rock'n'roll-Sound verbreitete sich schnell und so spielte schon 1965 fast jede britische Rockband mit Marshall-Verstärkern. Und als The Who zum ersten Mal im Mutterland das Rock'n'roll die britische Rock-Invasion mit einläuteten, hatten sie natürlich ihre wichtigste Geheimwaffe dabei: den Marshall-Amp. Er kam bei vielen Bands mit auf Tour und wurde in ganz Europa, in Amerika und Japan bekannt gemacht. Musiker auf der ganzen Welt waren von dem Sound beeindruckt.

Jimi Hendrix Eines Tages nahm Mitch Mitchell einen jungen Gitarristen mit in den Marshall-Laden, der den selben Namen trug, wie der Mann, der für dieses neue Klang-Erlebnis verantwortlich war: Jimi Marshall Hendrix. Er kam aus den USA, war aber gerade bei Eric Clapton in London zu Besuch und ganz natürlich begeistert von dem Marshall-Amp. Er kam in den Laden und erzählte, dass er unbedingt einen Verstärker brauche, da er bald ein berühmter Gitarrist sein werde. Jim Marshall dachte schon daran, dass dieser große schlanke schwarze Jungspund sicher etwas geschenkt haben wollte, doch Hendrix versprach sofort, auch alles zu bezahlen. Die beiden Namensvettern verstanden sich gut und Hendrix wurde einer der wichtigsten Marshall-Botschafter; und seine Prophezeiung wurde wie jeder weiß, auch wahr.

In den 70er und 80er Jahren war Marshall zum Standart geworden. Die Geräte wurden im Studio und auf der Bühne eingesetzt; und egal mit welcher Gitarre gespielt wurde, ein Marshall am anderen Ende des Kabels war Pflicht.

1981 entstand endlich eine neue Serie, die "JCM 800", aus der das Berühmteste Modell den Namen "2203" trägt. Es wurde zum 40'sten Jubiläum neu aufgelegt.

Das Signature Modell mit dem ehemaligen Guns'n Roses Gitarristen Slash 1987 wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert. Zu diesem Anlass wurde die "Silver Jubilee"-Serie hergestellt.

Anfang der 90er Jahre hatte Marshall den Monopol eingenommen, doch der klassische Rock'n'roll starb langsam aus und wurde abgelöst von neuen Musikrichtungen, wie Grunge und New Metal. Trotzdem blieben viele vor allem britische Bands dem Marshall treu.

Deshalb überlegte sich Jim zwischendurch etwas neues: Er veröffentlichte ein "Signature Modell" mit dem ehemaligen Guns'n Roses Gitarristen Slash. Es war nur als Limited Edition geplant, doch die Nachfrage war so groß, dass es dann doch in rauen Mengen produziert wurde.

2002 wurde beim 40-jährigen Jubiläum nicht gespart: Es wurden weitere Limited Editions herausgebracht. Doch der Clou war die Zusammenarbeit mit Jaguar, in der ein Design mit Original Lederbezügen und vergoldeten Teilen entstand.