der erste Marshall-Verstärker Die Gitarristen klagten immer, dass sie keinen "cleanen" Sound haben wollten, so wie ihn die amerikanischen Fender-Verstärker produzierten. Sie wollten etwas dynamisches, dass zum Rock'n'roll-Sound passte, etwas schmutziges. So machte sich Jim zusammen mit dem jungen Elektroniker Dudley Craven und einem seiner Mitarbeiter Ken Bran daran, den ersten Marshall-Verstärker zu bauen. Ein wenig haben sie sich natürlich an einem Fender-Amp orientiert, allerdings nicht an deren Hauptmodell, sondern eher am Fender Bassman, einem Modell, dass am ehesten dem Sound entsprach, den sich alle wünschten. Bereits nach kurzer Zeit war das erste Modell, der "Number Six", fertig und konnte im Laden von den Gitarristen begutachtet werden. Es war eine "4x12-Box"; in einer quadratischen Box befinden sich je vier 12Inch-Lautsprecher. Es gab sofort zahlreiche Bestellungen, so dass die drei kaum mit dem Bauen hinterherkamen. So wurde die Produktion bald in eine richtige Fabrik mit Angestellten ausgegliedert, wo ab 1964 20 Verstärker pro Woche hergestellt wurden. Zwei Jahre später gab es schon einen Nachfolger, das erste 100 Watt Modell mit dem Namen "1959".

Marshall-Stack Die meisten Gitarristen waren sehr glücklich mit diesen Innovationen und den neu geborenen dreckigen Sound. Doch Pete Townshend hatte noch nicht genug. Er wollte es lauter, größer und eindrucksvoller. Er wünschte sich einen doppelt so großen Lautsprecher, eine 8x12-Box. Doch da dies zu schwer für den Auf- und Abbau bei Konzerten war, beschlossen wir, einfach eine Möglichkeit zu finden, in der wir zwei Boxen übereinander stapeln konnten. Gesagt - getan, so wurde der Marshall-Stack erfunden, ein Turm, der oft mehrfach nebeneinander gestellt wurde und so die Rockkonzerte nicht nur durch seine Lautstärke, sondern auch durch seine visuelle Präsenz prägte.