Jim Marshall als junger Drummer Jim Marshall wurde am 29. Juli 1923 in Kensington geboren. Er hatte eine Kindheit voller Krankheit und Kummer, da er an Knochentuberkulose erkrankt war und eine lange Zeit in ein Gipskorsett eingezwängt war. Deshalb konnte er auch nicht zur Schule gehen - er verbrachte die meiste Zeit im Krankenhaus und seine Eltern waren zu arm, um ihm Privatunterricht zu bezahlen. Als er 13 war, konnte er langsam beginnen, ein normales Leben zu führen. Er kam zur Schule, aber kam dort natürlich nicht mit. Da die Eltern keine geeignete Schule für ihn fanden und er sich lieber einen Job suchen wollte, arbeitete er schließlich als Ladenjunge in einem Geschäft. Sein Vater schickte seinen Sohn nach einiger Zeit auf eine Entertainment-Schule, wo er Steppen lernen sollte, um mal ins Show-Business hereinzuschnuppern und um seine immer noch sehr schwachen Fußgelenke zu stärken. Bei einer Aufführung, in der er auch vorsang, wurde er vom Chef einer der beliebtesten Londoner Showbands entdeckt, der ihn einlud, in seinem Orchester zu singen. So hatte er bald einen neuen Job. Schon mit 14 wurde er Profimusiker und stand fünf oder sechs Abende pro Woche auf der Bühne. Nebenbei fing er auch an, Schlagzeug zu lernen, worin er auch sehr begabt und schnell sehr gefragt war.

Im Krieg wurde Jim als Wartungstechniker bei der Royal Air Force eingezogen und eignete sich dort ein breit gefächertes Wissen über Elektronik an.

Pete Townshend Nach dem Krieg nahm er seinen Beruf wieder auf und begann außerdem, Schlagzeug Spielen zu unterrichten. Die Schüler standen schnell bei ihm Schlange, so dass er seinen Musikerberuf aufgab, um nur noch Schlagzeugstunden zu geben. Er brachte vielen zukünftigen Stars das Spielen bei, so z.B. Jimi Hendrix' Drummer Mitch Mitchell. Diese jungen Männer machten ihn in den späten 50ern und frühen 60ern auch auf die neu hervorkommende Musikform Rock'n'roll aufmerksam. Mittlerweile hatte er auch einen kleinen Laden für Musikinstrumente und -Zubehör aufgemacht und fing auch an zu Basteln, da im auffiel, dass es noch keine Bassverstärker auf dem Markt gab - eine Marktlücke, die er mit dem Bau des "JTM45" schloss. Viele seiner Schüler spielten nun in ihren eigenen Bands und brachten öfter Kollegen mit in seinen Laden. So kam auch The Who-Gitarrist Pete Townshend zu ihm und fragte ihn, warum er nicht mit Gitarren und Gitarren-Verstärkern handele, er wolle doch sehr gerne bei ihm kaufen. Außerdem gab es selten Verstärker ohne Instrument zu kaufen. Da er ja seine Zielgruppe ständig um sich herum hatte, wusste er, dass die meisten Gitarristen mit den herkömmlichen Verstärkern auch gar nicht zufrieden waren. Also machte er sich schließlich daran, selbst welche zu entwickeln.